Ich bin schon jemand

 

Du siehst nach längerer Zeit deine Schulfreunde wieder. Ein kurzes obligatorisches Abtasten nach dem Wohlbefinden und dann die Frage:

– „Was machst du jetzt?“

Hm… ich mach vieles zurzeit.(z.B. spannendes Buch lesen, Marathon vorbereiten, Schreiben neu entdecken, Ärger mit der Familie, allein sein zurzeit, neues Musikprojekt, Gitarre lernen, Französisch auffrischen, und und und)        „Ich freu mich grad dich zu sehen“, sage ich schließlich.

– „Nein ich mein beruflich…“

Ja klar, was sonst. Ich vergaß. Der Mensch wird vorrangig nach seinem Beruf und womöglich nach seinem Einkommen beurteilt…Ich weiß sogar schon seine nächste Frage:

– “ Und was wirst du dann?“

So eine bescheuerte Frage. Ich bin schon jemand. Ich steh gerade vor dir falls du es nicht bemerkt hast.

Die Reduzierung der Menschen auf die bloße Sachebene ist das Problem in unserer Gesellschaft. Jemand muss etwas werden, um jemand zu sein. Wir waren noch nie so reich. Wir waren noch nie so gebildet. Doch wir waren auch noch nie so arm an emotionaler Wärme. Noch nie so dumm im miteinander.

Lasst uns wieder den Menschen und seine Emotionen in den Mittelpunkt stellen. Wir sind emotionale Wesen die nach Liebe, Respekt und Zuwendung, Zugehörigkeit, Anerkennung und menschlichen Rückhalt streben.

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